Die Solidarität - Slam von Céline
Die Solidarität
hat mit Mitleid nichts zu tun.
Solidarisch sein
heisst zuerst und vor allem
die Leute mögen, wie sie sind
und zu ihnen halten,
mit ihren Stärken und Schwächen. >>> weiterlesen
Jugendtreffen im Sommer 2010
In diesem Sommer haben sich junge Menschen aus verschiedenen Ländern Europas, die sich bei ATD Vierte Welt oder anderen Organisationen engagieren, getroffen. Sie tauschten sich aus über ihre Erfahrungen von Solidarität und bekräftigten ihren Willen, aktiv gegen die zunehmende soziale Apartheit in unseren Gesellschaften vorzugehen.
Vom 17. bis 21. Juli fand das Jugendtreffen « Djynamo 2010 » in Jambville bei Paris statt.
250 Jugendliche und junge Erwachsene aus Belgien, Luxemburg, der Schweiz, Spanien, Grossbritannien, Irland, Polen und Frankreich kamen zusammen, um ihre Erfahrungen und ihre Pläne für die Zukunft zu teilen. Im Zentrum ihres Austauschs stand der „Aufruf junger Menschen aus Europa“. Er ist bei verschiedenen Jugendtreffen in Europa im Laufe des vergangenen Jahres entstanden. Am 17. Oktober, dem Welttag zur Armutsbekämpfung, wird er der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.
Célia Romazotti, Vanessa Venetz und Orlane Liaudet haben für die Schweiz an diesem Treffen teilgenommen. Was sie erlebten, lässt sich unter den Stichwörtern Kommunikation, Verantwortung, Gemeinschaft und Grenzen überschreiten zusammenfassen. „Wir Jugendlichen aus der Schweiz haben unseren „Vorhang“ mitgenommen“ (siehe Foto links). Er ist in Gemeinschaftsarbeit entstanden. Jeder hat mindestens eines der Holzplättchen bemalt, aus denen der Vorhang gemacht ist. Durch den Vorhang hindurch gehen, heisst für uns: Schwierigkeiten, Unterschiede und Grenzen überwinden.“
„Wie wir uns mit den Jugendlichen, die andere Sprachen sprechen, verständigt haben? Manchmal war es schwer. Das ging vor allem mit Zeichen und auch mit Wörtern aus verschiedenen Sprachen. Es war ziemlich lustig!“
„Dieses Treffen haben wir lange vorbereitet. Es war toll zu sehen, wie jede Gruppe ihr Land vorstellte. Ich fand es prima, diese Zeit mit andern Jugendlichen zusammen zu sein. Einige von ihnen kannte ich schon von früheren Treffen . Am letzten Abend sassen wir alle um das Lagerfeuer... Das war total schön.“
Jugendtreffen in Treyvaux
34 junge Leute im Alter von 14 bis 30 Jahren haben sich vom 4. bis 11. August 2010 in Treyvaux zusammengefunden. Sie kamen aus Belgien, Frankreich, Polen und der Schweiz. Das Treffen folgte auf das europäische Jugendtreffen im Juli in Jambville. Einige der Jugendlichen und jungen Erwachsenen konnten an beiden Treffen teilnehmen.
Die Treffen in Treyvaux und Jambville hatten die gleichen Ziele: sich kennenzulernen und sich über die eigenen Erfahrungen und die gemeinsamen Kämpfe auszutauschen. Es ging auch darum, das Engagement gegen Armut und soziale Ausgrenzung wieder neu zu überdenken und zu formulieren.
Die menschliche Erfahrung war super: ein gemeinschaftliches Leben mit jungen Leuten unterschiedlichen Alters, aus verschiedenen Kulturen und Sprachen. Jede und jeder wurde respektiert. Wir haben gemeinsam über einen Text nachgedacht und diskutiert, den junge Menschen aus Europa über ihre Wut und ihre Hoffnungen geschrieben haben. Dieser Text wird an vielen Orten Europas zum 17. Oktober, dem Welttag zur Überwindung der Armut, veröffentlicht werden.
Mit Unterstützung von JUGEND IN AKTION
www.youth-in-action.ch

Junge Leute wagen Begegnungen

"Dank dieses Projektes habe ich das Vertrauen in mich selbst wiederaufbauen können. Vorher konnte ich mich nicht ausdrücken, deshalb ging ich nicht auf andere zu. Und jetzt habe ich eine wunderbare Gruppe kennengelernt, mit deren Hilfe ich gelernt habe, meine Gedanken auszuformulieren und diese Gruppe hat mich so akzeptiert wie ich bin." (Marianne, 16 Jahre)
Mit ATD zusammen schaffen Jugendliche aus armutsbetroffenen Familien und mit anderen Hintergründen Begegnungen in der Schweiz und sonstwo in Europa. Aus dem Dialog und der Kommunikation heraus entsteht Vertrauen. Lebenserfahrungen und Know-How zu teilen fördert die Solidarität und öffnet die Türen zu einer besseren Zukunft.
Diese Jugendlichen treffen sich in ihrem Wohnkanton, um sich bei der Ausbildungs- und Arbeitssuche gegenseitig zu unterstützen. Zusammen gehen sie Personen und Einrichtungen kennenlernen, die den jungen Menschen eine Zukunft ermöglichen wollen.
In Treyvaux treffen sich Jugendliche aus verschiedenen Kantonen für Wochenende oder Workcamps. Momentan arbeiten sie an folgenden Projekten:
Tatsachenberichte schreiben und sammeln Im Sommer Freude in einen benachteiligten Wohnviertel bringen
Den Kontakt mit anderen Jugendlichen in Europa pflegen (in Frankreich, Polen etc.), um das "Europäische Jahr der Armutsbekämpfung und des Kampfes gegen soziale Ausgrenzung" (2010) vorzubereiten.
Es ist unser Anliegen, dass die aus unseren Handlungen erworbenen Erkenntnisse die Gesellschaft, die politischen Programme, die Suche nach nachhaltigen Lösungen beeinflussen, insbesondere damit die ärmsten Jugendlichen Zugang zu Bildung und Arbeit erhalten. Sowohl die Treffen unter sich als auch diejenigen mit politischen Verantwortungsträgern machen die Jugendlichen - die oft wegen eines berechtigten Gefühls von sozialer Ausgrenzung entmutigt und demotiviert sind - zuversichtlich und aktiv. Diese Treffen gehen auf ihre Bedürfnisse nach Solidarität und Anerkennung ein.
Gleiches Recht auf gleiche Chancen

2007 - die Europäischen Jugendkarawanen
Genf, 1er September 2007. Vom 13. bis 20. August machte eine etwa zwanzigköpfige europäische Jugendkarawane in Genf Halt. Seit Monaten hatten Jugendliche aus Genf und Freiburg mit grossem Einsatz verschiedene Anlässe für diese Sommerwoche vorbereitet. Auch wenn die Karawanenwoche in der Schweiz bereits der Vergangenheit angehört - das Projekt ist noch nicht zu Ende: Die Karawanenleute haben noch einige Etappen in Europa vor sich und die Schweizer Jugendlichen machen sich Gedanken über die Fortsetzung des Projektes.
Armut muss nicht sein! Über diese Überzeugung wollen sich die Jugendlichen mit ihrem Engagement mit Personen verschiedenster Hintergründen austauschen. Das Projekt ist Teil der von ATD Vierte Welt lancierten Kampagne 2006 – 2007 „Armut und soziale Ausgrenzung überwinden- der Weg zum Frieden“.
Der Halt der Karawane in Genf ist nicht der einzige. Von Juni bis Oktober reisen zwei Karawanen durch Europa und verweilen an rund 50 Orten. Auf dem Programm jeder dieser Reiseetappen stehen Kreativität, Austausch und vor allem Begegnungen. Das Projekt richtet sich insbesondere an Jugendliche, die sich am Rand der Gesellschaft befinden und Mühe haben, im Ausbildungssystem und in der Arbeitswelt einen Platz zu finden. Sie können ihre schmerzlichen und hoffnungsvollen Erfahrungen, ihre Ambitionen und Träume miteinander teilen und sich gegenseitig Mut machen.
Standort des Ereignisses war Genf-Châtelaine. Dort boten die Jugendlichen eine Vielzahl von kreativen und sportlichen Workshops an: Rap-Slam, Schreiben, Filmen, Tanzen, Jonglieren, Aktivitäten für Kinder, Fuss- und Volleyball, sowie mit den Bewohnern des Quartieres gemeinsam organisierte Festlichkeiten .
Zum Thema „Berufliche Integration“ fand am 16. August ein Forum statt, an dem Jugendliche und Erwachsene positive und negative Erfahrungen einbrachten und mit Fachleuten ins Gespräch kamen. Gemeinsam eine Zukunft für alle jungen Leute zu suchen, insbesondere für diejenigen mit den meisten Schwierigkeiten, darum geht es im Projekt der Jugendkarawanen.
Im Internationalen Arbeitsamt ILO tauschten sich Beteiligte der Jugendkarawane mit anderen jungen Menschen, mit Vertretern von Jugendvereinen, von Gewerkschaften und Firmen, über ihre Erfahrungen und Kenntnisse aus.
Auch im Stadtzentrum Genf waren die Jugendlichen aktiv, um die Öffentlichkeit in das Projekt einzubeziehen.
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